


Unser Körper ist unsere persönlichste Hülle und gleichzeitig unsere
öffentlichste Form. Von Geburt an ist festgelegt, mit welchem biologischen Geschlecht wir leben werden, welche Bilder damit auf uns projiziert werden und mit welchen gesellschaftlichen Regeln wir uns auseinandersetzen müssen. Weiblich gelesene Körper unterliegen trotz Body Positivity immer noch einer viel stärkeren Bewertung als männliche Körper, werden häufiger sexualisiert und auf gängige Schönheitsvorstellungen reduziert.
Julia Walk setzt sich in ihren Arbeiten auf poppige Weise mit diesen
Normvorstellungen auseinander und findet starke Bilder für eine
selbstbewusste Präsentation. In ihrer Arbeit Hairy Girl* Summer posieren vier Personen an einem sommerlichen Badesee.
Sie tragen Badekleidung, liegen lässig auf Handtüchern und entspannen sich in aufblasbaren, haarigen Schwimmringen. Besonders inszeniert und betont wird ihre Körperbehaarung, die bunt gefärbt und kunstvoll arrangiert Beine, Arme und Achselhöhlen ziert.
Ihre Arbeiten sind laut, farbenfroh und machen Spaß. Julia Walk ist immer Teil ihrer Installationen und Performances, inszeniert ihren eigenen Körper und reflektiert damit nicht nur ein gesellschaftliches Körperbild in der
Öffentlichkeit, sondern auch sich selbst als Plus-Size-Frau und Künstlerin.
Die Putte




PUTTE





Bodys in Bloom; Hairy Girl* Summer; 2024, Austellungsansicht, Die Putte, Neu-Ulm, Backlit Folie, Life Size Print, Screens, Schwimmringe und Schwimmnudeln mit Stoff bezogen, Stoffbahnen, Ventilator, Sound, Fotoprints
SPACE N.N.




Hairy Girl* Summer; 2-Kanal-Videoinstallation, Horizontal 5:13 min / Vertikal 3:51 min, Space N.N., München
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